Im Einsatz für die Work-Life-Balance

WOCHE: Sie kümmern sich um die Gesundheit am Arbeitsplatz. Wie sieht das aus?

Andrea Blattner: Im Rahmen des Arbeitnehmerschutzes, wonach Unternehmer seit 2013 verpflichtet sind, auch auf die psychischen Belastungen ihrer Beschäftigten zu achten, führen wir die Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen für die Unternehmen durch. Wir unterstützen die Unternehmen auch bei der Maßnahmenumsetzung und der Frage: "Gibt es psychische Belastungen, die sich negativ auf das Unternehmen und die Beschäftigten auswirken?" Für die vielen Betriebe, die darüber hinaus noch etwas machen wollen, bieten wir betriebliche Gesundheitsförderung. Unsere Schwerpunkte sind Stress, Burn-out, Kommunikation, Konflikt, Team und Einzelcoachings sowie Führungskräfteentwicklung.

Kann Arbeit krank machen?

Es gibt Untersuchungen, dass vor allem psychische Erkrankungen zugenommen haben. Die Gesundheit ist nun breiter definiert, nicht nur auf das Körperliche bezogen. Es ist unbestritten, dass durch den Wandel der Arbeitswelt die Anforderungen heutzutage andere sind: hohe Dichte der Arbeit, fortlaufende Beschleunigung. Wir sind immer mehr dienstleistungs- und kundenorientiert, alles muss rasch erledigt werden. Das spiegelt sich im Arbeiten und vor allem in der Gesundheit wider.

Welche Rolle spielt der Einklang des körperlichen und seelischen Wohlbefindens dabei?

Die Psyche hat massive Auswirkungen auf den Körper. Stress kommt aber nicht nur von der Arbeit, sondern auch davon, wie ich Arbeit definiere. In Seminaren ermöglichen wir Teilnehmern,...

9 Veröffentlicht von - Meinbezirk.at - 2017.10.13. 03:30
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