Nervenkitzel mit Bitcoins

BEZIRK (sta). Bitcoin, sinngemäß „digitale Münze“, ist eine Währung ohne Münzen und Scheine. Banken oder Regierungen haben auf dieses innovative Zahlungsmittel keinen Einfluss. Vielmehr ist es ein von seinen Nutzern verwaltetes offenes Netzwerk. Über die Vertriebsstrukturen, mit denen heute Käufer für Bitcoins geworben werden ist noch wenig bekannt. Der gebürtige Kirchdorfer Markus Waghubinger hat Wirtschaftswissenschaft studiert, war sieben Jahre als Anlageberater tätig und ist heute im Projektmanagement einer Bank tätig. Er sagt: "Immer wenn vornehmlich junge Männer, die vor kurzem noch Lehrlinge, Schüler oder Handwerker waren, plötzlich im Anzug und mit teuren Statussymbolen auftauchen und von ihrem eigenen „Business“ reden, werde ich skeptisch. Denn wir wissen mittlerweile, wie Strukturvertrieb funktioniert: Man positioniert sich als erfolgreicher Geschäftsmann, der es geschafft hat sich sein eigenes „Business“ aufzubauen und holt Bekannte und Verwandte in die Struktur – der Partnerakquisiteur verdient an jedem Abschluss. Ob es sich um ein Pyramidenspiel handelt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, die Vorgehensweise weist aber erschreckende Parallelen auf."

Konsumentenschützer und Aufsichtsbehörden sollen sich um das Thema annehmen, so Waghubinger. "Es werden bei Bitcoins Kursfantasien verwendet, die zu großem Reichtum führen sollen. Egal ob in der Argumentation begründet, oder nicht – es sollen Laien für ein Investment in einer hochspekulativen,...

6 Veröffentlicht von - Meinbezirk.at - 2017.10.13. 08:26
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